Handlungsfelder und Ziele

Unsere Verantwortung für die Umwelt: Handlungsfelder und Ziele

Zu den zentralen Umweltherausforderungen gehören der menschliche Einfluss auf das Klima und die Luftqualität in den Ballungsräumen der Industriestaaten und vor allem in den Megacitys der Schwellen- und Entwicklungsländer. Wir stellen uns diesen Herausforderungen. Deswegen sehen wir uns in der Pflicht, durch Produkt- und Prozessinnovationen die Umweltauswirkungen unserer Tätigkeit zu reduzieren.

Durch den Einsatz kohlenstoffärmerer Energieträger, durch Kraft-Wärme-Kopplung, Energieeinsparungsprogramme, Effizienzerhöhung und Wärmerückgewinnung haben wir in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte bei der Senkung der produktionsbedingten CO2-Emissionen erreicht – integrierte und nachgeschaltete Maßnahmen wie die Einführung von Wasserbasislacken trugen darüber hinaus zu einer Verminderung der Lösemittelemissionen bei. Im Rahmen unserer Initiativen „Road to the Future“ und „Shaping Future Transportation“ arbeiten wir mit Hochdruck daran, sowohl bei unseren Pkw als auch den Nutzfahrzeugen den Kraftstoffverbrauch und die Abgasemissionen zu senken. Die Einführung der CDI-Technik, der Benzindirekteinspritzung (CGI), des Siebengang-Automatikgetriebes und die Markteinführung der neuen Generation des smart fortwo sind Beispiele für Technologien und Modelle, die bereits zu einer deutlichen Absenkung des Kraftstoffverbrauchs unserer Pkw beigetragen haben. Einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der Partikel- und zugleich der Stickoxidemissionen leistet die innovative BLUETEC-Technologie, die wir zunächst bei den Nutzfahrzeugen und inzwischen auch bei unseren Diesel-Pkw eingeführt haben. Als Technologiepaket in Verbindung mit Hybridmodulen wird BLUETEC die Fahrzeugemissionen weiter senken. Auch im Nutzfahrzeugbereich nehmen die Hybridtechniken eine Schlüsselrolle ein, die je nach Einsatzart Einsparungen beim Dieselkonsum um bis zu einem Drittel erwarten lassen.

Flottenverbrauch

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Unabhängig von der derzeit noch unklaren Ausgestaltung des Gesetzesvorschlages der EU zur Begrenzung der CO2-Emissionen bei Neuwagen wird Daimler die Emissionen der Flotte in Europa weiter reduzieren, mit dem Ziel, die Flottenverbrauchsziele der EU auch zu erreichen. Unsere Anstrengungen zur Verbrauchsreduktion intensivieren wir weiter. Motorseitig werden Downsizing und Aufladung eine wichtige Rolle spielen. Wesentliche Maßnahmen sind:
  • Seit April 2006 ist die Benzindirekteinspritzung im CLS 350 CGI, seit 2007 im E 350 CGI und Ende 2008 im C350 CGI erhältlich. Der Rollout dieser Technologie in Vierzylinder-Benzinmotoren erfolgt ab 2009 (Verbrauchsreduktion rund 10 Prozent);
  • Einführung Start-Stopp-Systeme beginnend mit smart (2007), anschließend A-/B-Klasse (Verbrauchsreduktion rund 8 Prozent);
  • verbrauchsoptimierte 4-Zylinder-Otto- und -Dieselmotoren ab 2008/2009 (Einsparpotenzial 5 – 10 Prozent);
  • Entwicklung des sogenannten DIESOTTO-Konzepts (Verbrauchsreduktion 15 – 20 Prozent), 1. Stufe bis 2012;
  • Verbesserung des Energiemanagements (5 – 10 Prozent).
Im Vergleich zu 1995 konnten wir durch verschiedene Maßnahmen den durchschnittlichen Verbrauch der Mercedes-Benz-Fahrzeuge um 21,3 Prozent reduzieren. Das sind fast 50 Prozent mehr als im ACEA-Durchschnitt.
Weiterentwicklung/ Konkretisierung des bisherigen Verbrauchsziels für Europa Link
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Daimler will bei den CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge „best in class“ sein. Ab dem Jahr 2007 soll in den Volumenbaureihen (S-, C-, E-, A-/B-, M-Klasse sowie smart) jährlich mindestens ein Fahrzeug auf den Markt kommen, dessen CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorgängermodell des Jahres 2006 deutlich verringert sind (im Kleinwagensegment, d. h. smart, A-/B-Klasse, um mindestens 8 Prozent, im Mittel- und Oberklassesegment um mindestens 15 Prozent). Zum Einsatz kommen technische Maßnahmen zur Verbesserung des Wirkungsgrades des Antriebsstrangs, u. a. auch neue Brennverfahren. Der seit 2007 auch in der E-Klasse erhältliche Benzinmotor mit strahlgeführter Direkteinspritzung reduziert den Kraftstoffverbrauch um rund zehn Prozent. Bei dem 2007 mit der neuen Generation des smart fortwo eingeführten CDI-Motor der neuesten Generation ermöglichen ein hoher Einspritzdruck und neu entwickelte Siebenloch-Injektoren eine Reduktion des Kraftstoffverbrauchs um 13 Prozent. Mit der Markteinführung der BlueEFFICIENCY-Fahrzeuge (Start mit der C-Klasse 2008) werden die Reduktionsziele auch im Mittel- und Oberklassesegment erreicht und zum Teil deutlich übertroffen. Der seit April 2008 erhältliche C 200 CDI BlueEFFICIENCY weist einen im Vergleich zum Vorgängermodell um 17 Prozent reduzierten CO2-Ausstoß auf. Der ebenfalls seit April 2008 erhältliche C 180 Kompressor BlueEFFICIENCY liegt 15 Prozent unter den CO2-Emissionen des Vorgängermodells. Ziel gilt weiter Link

Klimaschutz

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Ab 2007 Einführung verschiedener Hybridlösungen, die je nach Fahrzeugklasse, Einsatzprofil und Kundenwunsch einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.
  • Seit 2005 Allianz mit General Motors, Chrysler und BMW mit dem Ziel einer gemeinsamen Hybridantriebsentwicklung in den USA.
  • Seit März 2007 Kooperation zwischen der BMW Group und der Daimler AG zur Entwicklung eines Hybridmoduls für heckgetriebene Pkw des Premiumsegments.
  • Einführung von Hybridserien Pkw ab Mitte 2009.
  • Markteinführung des Freightliner M2 Hybrid 2008.
  • Serieneinführung des Citaro G BlueTec Hybrid 2009.
Die Markteinführung des smart mhd („micro hybrid drive“) mit Start-Stopp-System war im Oktober 2007 (Verbrauchsreduktion 8 Prozent). Orion-Hybridbusse und der Fuso Eco Canter sind bereits heute bei unseren Kunden im Einsatz. Bei Hybridbussen ist Daimler Weltmarktführer. Im September 2007 kam in Japan mit dem Fuso Aero Star Eco Hybrid bereits die zweite Generation der Mitsubishi-Fuso-Hybridbusse auf den Markt.
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Weiterentwicklung der Brennstoffzellenfahrzeuge mit der Zielsetzung, die Reichweite der Fahrzeuge zu erhöhen und im Pkw die Serienreife des Brennstoffzellenantriebs zu erlangen.
  • Erhöhung der Reichweite der Brennstoffzellen-Pkw-Versuchsflotte von heute 177 Kilometer auf 400 Kilometer bis 2010.
  • Start der Kleinserienproduktion der B-Klasse F-Cell Anfang 2010.
  • Die zweite Generation von Brennstoffzellenbussen wird als Citaro-Brennstoffzellenhybrid umgesetzt – als Basis dient der Citaro BlueTec Hybrid.
2005 haben wir im Forschungsfahrzeug F 600 HYGENIUS ein optimiertes Brennstoffzellensystem mit kleinerem, aber leistungsfähigerem Stack und guter Kaltstartfähigkeit vorgestellt.
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Kontinuierliche Senkung der spezifischen CO2-Emissionen in der Produktion von Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks sowie Vans, Buses, Other. Die Datenerfassung und -auswertung wurden verbessert und die Berechnung der CO2-Emissionen konzernweit vereinheitlicht. Benchmarking- und Einsparprojekte in allen Geschäftsbereichen zeigen bereits Erfolge. Machbarkeitsstudien u. a. zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie zu Kraft-Wärme-Kopplung, Biomasse, Fotovoltaik sind in Arbeit. Auf Werksebene haben wir Programme gestartet, um die werksspezifischen Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen zu erschließen. Im Vergleich zu 2006/2007 sind die CO2-Emissionen pro hergestelltem Fahrzeug bei Mercedes-Benz Cars um 6 Prozent und im Bereich Mercedes-Benz Vans um 11 Prozent gesunken. Bei Daimler Trucks hingegen stiegen die spezifischen CO2-Emissionen, bedingt durch einen Produktionsrückgang um 3 Prozent. Im Gesamtkonzern konnten die absoluten CO2-Emissionen um 1,9 Prozent reduziert werden. Ziel gilt weiter Link

Luftreinhaltung

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Nutzfahrzeuge: Senkung der Stickoxidemissionen durch die Serieneinführung von BLUETEC bei den in Europa erhältlichen Mercedes-Benz-Lkw und -Bussen und Vorerfüllung der Abgasstandards Euro IV, (gültig ab Oktober 2006) durch BLUETEC 4 und Euro V (gültig ab Oktober 2009) durch BLUETEC 5. Stufenweise Einführung von BLUETEC für Euro IV und BLUETEC für Euro V. Weiterentwicklung der Motoren mit dem Ziel, Wirkungsgrad und damit Wirtschaftlichkeit bei mindestens gleichbleibend hoher Lebensdauer weiter zu erhöhen. Nach dem Start mit dem Mercedes-Benz Actros ist BLUETEC mittlerweile in allen Nutzfahrzeugbaureihen und Bussen verfügbar. Seit Anfang 2005 hat Daimler bereits über 150.000 Mercedes-Benz-Lkw und -Busse mit der neuen Abgastechnologie ausgeliefert. Ziel gilt weiter Link
Pkw: Senkung der Stickoxidemissionen durch die Serieneinführung der BLUETEC-Technologie im ersten Mercedes-Benz-Pkw-Modell im Herbst 2006 in den USA, 2008 in Europa. Stufenweise Einführung der BLUETEC-Technologie in erste Mercedes-Benz-Pkw-Modelle und Weiterentwicklung der Technologie für alle Baureihen. Marktstart des E 320 BlueTEC war im Oktober 2006 in Nordamerika. Im September 2007 wurde der E 300 BlueTEC in Europa eingeführt. In den USA werden ab 2008 drei weitere V6-BlueTEC-Modelle auf den Markt kommen: in der R-, der M- und der GL-Klasse . Ziel gilt weiter Link