Sicherheit

Fahrzeugsicherheit ist ein zentraler Bestandteil der Daimler-Produktstrategie und gehört zu den Kernkompetenzen des Automobilherstellers. Weltweit investiert kein Hersteller mehr in die Entwicklung lebensrettender Sicherheitssysteme. Seit mehr als 60 Jahren sind die Entwicklungen von Daimler bei der Fahrzeugsicherheit von Pkw, Lkw, Transportern und Omnibussen wegweisend.

Daimler versteht den Einsatz für mehr Sicherheit im Straßenverkehr als Aufgabe von gesellschaftlicher Bedeutung im Interesse aller Straßenverkehrsteilnehmer. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die „Vision vom unfallfreien Fahren“ Schritt für Schritt in die Realität umzusetzen. Damit unterstützen wir zugleich das Ziel der Europäischen Union, von 2001 bis 2010 die Zahl der Verkehrstoten – trotz drastisch zunehmender Verkehrsleistung – zu halbieren.

Unsere Meilensteine der Sicherheit finden Sie hier.

Mercedes-Benz Cars definiert Sicherheit in seiner „Integralen Sicherheitsphilosophie“ als ganzheitlich Aufgabe, die weit über die Einhaltung genormter Crashtest-Vorschriften hinausgeht. Die Mercedes-Benz-Sicherheitsphilosophie orientiert sich an den folgenden 4 Phasen:

Sicher fahren: Gefahren vermeiden, rechtzeitig warnen und assistieren. Unfälle zu vermeiden ist das oberste Ziel unserer Sicherheitsphilosophie. Mit Systemen wie ESP® und dem Bremsassistenten BAS leisten wir bereits einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit. Das adaptive Bremslicht warnt nachfolgende Autofahrer bei Notbremsungen durch schnelles Blinken der Bremsleuchten, um Auffahrkollisionen zu vermeiden. Das „Intelligent Light System“ wiederum bietet fünf verschiedene Lichtfunktionen, die auf typische Fahr- und Wettersituationen abgestimmt sind und dem Autofahrer ein deutliches Plus an Sichtweite schaffen. Damit hilft das Lichtsystem, vor allem das hohe Unfallrisiko bei Nachtfahrten zu verringern. Auch der Nachtsichtassistent sorgt bei Dunkelheit für ein deutliches Plus an Sicherheit. Mithilfe von Infrarotscheinwerfern wird die Fahrbahn optimal ausgeleuchtet und das Nachtsichtbild im Display des Kombiinstruments dargestellt. Ein weiteres, neu entwickeltes Mercedes-Benz-Assistenz system bietet noch mehr Sicherheit beim Spurwechsel. Es erkennt, wenn auf der Parallelspur ein anderes Fahrzeug unterwegs ist, das sich im „toten Winkel“ des Außenspiegels befindet. In solchen Situationen informiert das System den Autofahrer erst durch ein optisches Warnsignal, dann zusätzlich durch einen Warnton.

Die Daimler-Strategie für die Sicherheit

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Bei Gefahr: Präventiver Insassenschutz durch PRE-SAFE®. Ein wichtiges Prinzip unseres Engagements ist die Synergie von aktiver und passiver Sicherheit. Der Schlüsselbegriff vorbeugenden Insassenschutzes heißt PRE-SAFE®. Mithilfe der Sensoren von Fahrsicherheitssystemen, wie ESP® und dem Bremsassistenten, kann PRE-SAFE® die Anzeichen eines Unfalls erkennen und die Passagiere so gut wie möglich auf den Unfall vorbereiten. Die mechanischen Gurtstraffer werden durch Elektromotoren vorgespannt, Sitz und Lehne in eine besonders sichere Position gestellt und das Schiebedach sowie die Fenster geschlossen. Wird der Unfall verhindert, kann das Fahrzeug sofort weiterfahren: Alle vorsorglichen PRE-SAFE®-Sicherheitsmaßnahmen sind reversibel. Seit Markteinführung im Jahr 2007 bietet Mercedes-Benz PRE-SAFE® bereits in der neuen C-Klasse an.

Beim Unfall: Insassenschutz auf mehreren Ebenen. Bei der Entwicklung von Sicherheitssystemen stützt sich Mercedes-Benz auf die Daten aus 38 Jahren Unfallforschung. Wir arbeiten dabei im Sinne einer „Real Life Safety“ – also einer Fahrzeugsicherheit, die sich an realen Gefahrensituationen im Straßenverkehr orientiert. Darüber hinaus führt Mercedes-Benz eine ganze Reihe unterschiedlicher Crashtests durch, die weit über die Anforderungen gesetzlicher Vorschriften und Ratings hinausgehen, um so Unfallvarianten möglichst differenziert bewerten zu können.

Durch Airbag, Automatikgurt, Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer und viele andere Innovationen haben die Mercedes-Benz-Modelle in den vergangenen Jahren ein vorbildliches Sicherheitsniveau erreicht. So gehören beim neuen C-Klasse T-Modell sieben Airbags zur Serienausstattung. NECK-PRO ist eine weitere sicherheitstechnische Besonderheit vieler Mercedes-Benz- Baureihen, die auch in der neuen C-Klasse zum Einsatz kommt, Mercedes-Benz versteht darunter eine crashaktive Kopfstütze, deren Entwicklung ebenso wie andere Innovationen auf Analysen des realen Unfallgeschehens basiert. Messfühler erkennen eine Heckkollision ab einer definierten Aufprallstärke und lösen vorgespannte Federn im Inneren der Kopfstützen aus. Dadurch verschieben sich die Polster der Kopfstützen millisekundenschnell nach vorn und nach oben und stützen die Köpfe der Frontpassagiere frühzeitig ab.

Nach dem Unfall: Schnelle Rettung ermöglichen und Folgeunfälle vermeiden. In dieser Phase geht es darum, nach einem Unfall noch größeren Schaden zu vermeiden und verunglückte Autoinsassen schnell zu retten. Bei Limousine und T-Modell der neuen C-Klasse schaltet sich beispielsweise nach einem schweren Crash automatisch die Kraftstoffzufuhr der Motoren ab. Gleichzeitig wird die Warnblinkanlage eingeschaltet, um nachfolgende Autofahrer zu warnen und Folgeunfälle zu vermeiden. Wurden die Front-Airbags ausgelöst, so öffnen sich die vorderen Seitenscheiben um einen schmalen Spalt, um den Innenraum zu entlüften. Gleichzeitig werden die Türschlösser automatisch entriegelt, damit Unfallhelfer verletzte Passagiere schneller retten können.

Viele der von Mercedes-Benz auf den Markt gebrachten Systeme sind mit der Zeit auch von anderen Herstellern übernommen worden. Dadurch ließen sich viele Unfälle vermeiden oder in ihren Folgen abmildern, und die volkswirtschaftlichen Kosten konnten dadurch gesenkt werden. Die innovativen Sicherheitslösungen von Daimler bringen somit nicht nur unmittelbare Vorteile für die eigenen Kunden, sondern kommen langfristig der ganzen Gesellschaft zugute.

Anfang 2007 erhielt die Marke Mercedes-Benz für Pionierleistungen auf dem Gebiet der Sicherheit den „Car of the Year Award“ der britischen Zeitschrift „What Car?“. Im selben Jahr ist Rodolfo Schöneburg, Leiter Entwicklung Passive Sicherheit bei Mercedes-Benz, von der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA für herausragende Leistungen in der Automobilsicherheit geehrt worden. Diese Auszeichnungen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um uns dem unfallfreien Fahren weiter anzunähern.

Assistenzsysteme für aktive Sicherheit

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Nutzfahrzeuge. Daimler baut nach Expertenmeinung in seinen Nutzfahrzeugmarktsegmenten Lkw, Omnibusse und Transporter die sichersten Fahrzeuge der Welt. Dennoch gilt: Sicherheitstechnik wird von Transportunternehmern nur dann angemessen genutzt, wenn sie wirtschaftlich ist. Hochwertige Sicherheitstechnologien, ihre breite Anwendung und Wirtschaftlichkeit bilden daher eine Einheit, die Daimler als weltweit größter Nutzfahrzeughersteller systematisch in den Blick nimmt.

Mercedes-Benz hat bereits bahnbrechende Assistenzsysteme auf den Markt gebracht, die dem Fahrer in kritischen Fahrsituationen helfen, Unfälle zu vermeiden oder in ihrer Schwere zu mindern. Im Jahr 2006 kamen weitere hinzu, etwa der Abstandsregel-Tempomat oder der Spurassistent für Reisebusse. Der aktive Bremsassistent (Active Brake Assist) für den Mercedes-Benz- Lkw Actros leitet bei erkannter, akuter Gefahr ein Auffahrunfalls automatisch eine Vollbremsung ein. Zum Schutz von Fahrern und Verkehrspartnern im Sinne der passiven Sicherheit sind crashoptimierte Fahrerhäuser, Gurtstraffer, Front-Unterfahrschutz und verbesserte Vorrichtungen zur Ladungssicherung in Lkw entwickelt worden.

Sicherheitstechnik muss für den Fahrer beherrschbar bleiben, darf ihn jedoch nicht aus der Verantwortung entlassen. Sicherheit ist daher nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Ausbildung. Seit 40 Jahren bietet Mercedes-Benz daher professionelle Schulungen und Fahrsicherheitstrainings für Berufsfahrer von Lkw und Omnibussen an. Gemeinsam mit dem Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungsverein (DEKRA) hat Daimler die Zertifizierung „Safety Plus“ für Transporter und Lkw initiiert. Dabei werden sowohl der Fahrer als auch das Fahrzeug durch ein eigenes Zertifikat ausgezeichnet. Einige Versicherungsgesellschaften honorieren eine entsprechende Vorsorge mit geringeren Versicherungsprämien.

Für seine innovative Sicherheitstechnik hat Daimler auch im Jahr 2007 zahlreiche Preise erhalten. Der mit dem Mercedes-Benz-Bremsassistenten ausgestattete Mercedes-Benz Actros Safety Truck wurde sowohl mit dem „Gelben Engel 2007“ des ADAC als auch mit dem „Safety Award 2007“ der belgischen Vereinigung der Motor- und Nutzfahrzeugjournalisten prämiert. Der Entwickler des aktiven Bremsassistenten für Nutzfahrzeuge, Jürgen Trost, wurde mit dem Europäischen Sicherheitspreis Nutzfahrzeuge 2007 ausgezeichnet.

Höhere Verkehrssicherheit, weniger Verkehrstote und optimierte Wirtschaftlichkeit – viele gesellschaftliche Kräfte sind gefragt, um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen. Daimler ist als führender Nutzfahrzeughersteller in Vorleistung getreten und hat mit aktiver und passiver Sicherheitstechnik die Grundlage dafür geschaffen. Die Lkw, Transporter und Omnibusse aus der Produktion des Unternehmens zeigen, welch hohes Maß an Sicherheit bereits heute zu erreichen ist.

Unsere gesellschaftliche Verantwortung als Hersteller. Um die verantwortungsvolle Nutzung seiner Produkte zu unterstützen, bietet Daimler verschiedene Serviceleistungen an und engagiert sich so für nachhaltige Mobilitätslösungen.

Sicheres und umweltfreundliches Fahren. In Schulungen vermitteln wir unseren Kunden, welchen Beitrag sie für einen sicheren und umweltfreundlichen Gebrauch ihres Fahrzeugs leisten können:

  • Mercedes-Benz Cars. Seit mehr als 3 Jahrzehnten bietet Mercedes-Benz Fahrsicherheitstrainings für seine Kunden an. In dieser Zeit haben unsere Mitarbeiter Kunden in mehr als 20 Ländern geschult. Die Fahrprogramme sind wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Betrachtung der Fahrsicherheit und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Unfallvermeidung. Darüber hinaus sind bereits seit 1995 Eco-Trainings für umweltfreundliches Fahrverhalten mit im Programm.
  • Nutzfahrzeuge. Das Geschäftsfeld Daimler Trucks veranstaltet seit Anfang der 1990er-Jahre weltweit Schulungen, Eco- und Fahrsicherheitstrainings mit jährlich mehr als 65.000 teilnehmenden Berufsfahrern aus 50 Ländern (einschließlich Sondertrainings für ganze Speditionen). Allein im Jahr 2007 haben 800 Omnibusfahrer am Sicherheitstraining und weitere 300 am Eco-Training teilgenommen. Beim Neuerwerb eines Fahrzeugs der Baureihen Sprinter, Vito oder Viano erhalten unsere Kunden einen Gutschein zur Teilnahme an einem Fahrtraining für Transporter und Vans. Neben dem effektiven Einsatz der modernen Sicherheitstechnik wird eine ökonomische und vorausschauende Fahrweise geschult. Weiterhin sind wir als Ausbilder für die ab 2009 vorgeschriebenen Weiterbildungskurse für Berufskraftfahrer zertifiziert.

Verkehrssicherheit. Fahrzeugsicherheit zählt zu den Kernkompetenzen von Daimler. Zugleich verfolgt Daimler einen Ansatz, der über die bloße Fahrzeugsicherheit deutlich hinausgeht:

  • Daimler unterstützt das European Road Assesment Programme (EuroRAP), mit dem Ziel, das System Straße sicherer zu machen, etwa durch das Aufzeigen und Beseitigen von Unfallschwerpunkten. Die Erfolge des Programms haben die Zahl der an dieser Initiative beteiligten Länder von ursprünglich 4 auf inzwischen 20 ansteigen lassen (einschließlich USA und Australien).
  • In zahlreichen wissenschaftlich fundierten Programmen und Initiativen (wie „The Global Road Safety Partnership“, MobileKids, Road Ready Teens, Seat Check und „Mothers against Drunk Driving“) schult Daimler das sicherheitsbewusste Verhalten von Kindern im Straßenverkehr, sensibilisiert Eltern und klärt in gesellschaftlichen Kampagnen auf.