Die ökonomische Bedeutung der Automobilindustrie
Die Automobilindustrie ist weltweit Treiber für Wachstum, Einkommen, Beschäftigung und Wohlstand. Pkw sind die Stütze des Individualverkehrs, Lkw stellen die weltweite Versorgung mit Gütern sicher. Damit beeinflusst der Industriezweig – und somit auch unser Unternehmen – das globale Wirtschaftsgeschehen auf vielfältige Weise. Allein der Umsatz von Daimler erreichte die Größenordnung des Bruttoinlandsprodukts von Ungarn oder der Ukraine.
105 Mrd. Euro Ausfuhrüberschuss: Die Automobilindustrie trägt maßgeblich dazu bei, dass Deutschland als Exportweltmeister gilt.
Die deutsche Automobilindustrie war auch 2007 mit beinahe 750.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber hierzulande. Sie beschäftigt rund 70.000 Personen mehr als noch zehn Jahre zuvor. Die Tatsache, dass Deutschland Exportweltmeister ist, lässt sich vor allem auf die 105 Mrd. Euro Ausfuhrüberschuss der Automobilindustrie zurückführen. Sie erzeugt damit mehr als die Hälfte des gesamten Handelsüberschusses der deutschen Wirtschaft. Die Automobilindustrie liefert zudem einen wichtigen Beitrag zur gesamt wirtschaftlichen Investitionstätigkeit in Deutschland. So stiegen die Bruttoanlageinvestitionen der Branche im vergangenen Jahr um knapp 15 Prozent auf über 10 Mrd. Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) der Automobilbranche in Deutschland sind mit mehr als 18 Mrd. Euro – das ist rund ein Drittel der Gesamtaufwendungen des verarbeitenden Gewerbes – überdurchschnittlich hoch. Die Investitionen in FuE-Leistungen des Konzerns betrugen im Jahr 2007 weltweit 4,1 Mrd. Euro.
Das Bundesland Baden-Württemberg mit seiner Hauptstadt Stuttgart, in der die Daimler AG ihren Sitz hat, profitiert von der Wirtschaftskraft des Unternehmens ganz besonders. Ein Viertel aller Arbeitsplätze der deutschen Automobilindustrie sind hier angesiedelt. Die Arbeitslosenquote liegt weit unter dem Mittel in Deutschland. Unsere laufenden Steuerzahlungen betrugen im Jahr 2007 insgesamt 1,0 Mrd. Euro. Das ist jedoch nur ein Bruchteil der Gelder, die direkt oder indirekt aus dem Konzern an die öffentliche Hand fließen. Der Staat profitiert auch auf andere Weise, so etwa von Personal- und Sozialaufwendungen (20,1 Mrd. Euro) sowie von Steuern auf Dividenden und Umsatz. Hinzu kommen weitere Steueraufkommen der Zulieferindustrie sowie der Finanz-, Vertriebs- und Servicedienstleister.
Über das Kerngeschäft hinaus, den Verkauf von Autos, profitieren Wirtschaft und Gesellschaft auch auf andere Weise von unserem Unternehmen. So unterstützt Daimler zum Beispiel gesellschaftliche Einrichtungen finanziell und fördert Infrastrukturangebote, etwa durch unternehmenseigene Sportstätten.